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DIE INSEL CAPRI Die Kleine Insel Capri bestehet beinahe ausschliesslich aus Kalkstein, das sich im Laufe der Jahrtausende zu einer bergförmiger Masse gebildet hat (der höchste Berg der Monte Solaro, erreicht die 589 Meter), die in eine Reihe von Hügeln übergeht. Die ersten Ansiedlungen in vorgeschichtlicher Zeit werden durch die Waffen, Werkzeuge und Grabmäler aus der Zeit zwischen dem Paläolithikum und der Bronzezeit belegt, die and en verschiedenen Stellen der Insel augefunden wurden. Capri wird schon in der Äneis Vergils erwänht und mit dem Auftritt des Königs Telone in Zusammenhang gebracht; es ist jedoch nicht geschichtswissenschaftlich gesichert, dass dessen Volk tatsächlich die Insel kolonisiert wurde. Durchaus glaubhaft hingegen erscheint, dass es sich bei den ersten Kolonisatoren der Insel um die Einwohner von Cumae handelte. Zwischen dem fünften und dem vierten Jahrhundert nahm Capri unter der Vorherrschaft Neapels dank seiner Lage von strategischer Bedeutung eine wichtige Stellung ein. Im Jahre 328 v. Chr. gelante es zusammen mit Neapel unter die Vorherrschaft der Römer, von denen es jedoch bis zum Jahre 29 v. Chr. nahezu ignoriert wurde. Kaiser Oktavian (später Augustus) war es, der die Insel in besagtem Jahr dem neapolitanischen Hoheitsgebiet entzog, indem er Capri gegen Ischia eintauschte. Gleichermassen beeindruckt von der Schönheit der Insel war sein Nachfolger Tiberius, der hier über zen Jahre seinen Lebens verbrachte. So erlebte Capri eine Zeit der nie gesehenen Blüte, und es entstanden nicht nur prachtvolle Villen sondern auch wichtige Zivilbauten, die nach dem Tod von Tiberius (37 n. Chr.) jedoch zum grossen Teil verlassen wurde und zu Ruinen verfielen. Die frühen Jahrhunderte des Mittelalters waren dann durch die Einbrüche der Vandalen uns später der Sarazenen gezeichnet. Dann bis zur erneuten Machtergreifung der Bourbonen im Jahre 1815 lebte die Bevölkerung Capris in grosser Armut, die erst mit der Entwicklung des Tourismus, der bereits im neunzehnten Jahrhundert begonnen hatte und seinen Boom vom allem nach dem zweiten Weltkrieg erlebte, vergessen werden konnte. Mythos Capri Die Entdeckung der Blaue Grotte (Grotta Azzurra) liess die Insel im 19.Jh. zu einem beliebten Reiseziel werden. Capri wurde zur Wahlheimat zahlreicher ausländischer – vor allem deutscher – Künstler. Mit dem Bau der Standseilbahn (funicolare) zu Beginn des 20.Jh. stand dem internationalem Tourismus nichts mehr im Wege. Piazza Umberto I Die sogenannte Piazzetta(kleine Platz) bildet das mondäne Zentrum und den touristishen Anziehungspunkt der Insel. Sie ist auch das Herzstück des einstigen mittelalterlichen Marktfleckens, der von engen Gässchen durchzogen wird. Der alte Erzibschöfliche Palast zur Linken des Uhrturms ist heute Rathaus. Wie die neu erbaute Kirche ihm gegenüber stammt er aus dem 17. Jh. Giardini di Augusto und Via Krupp Von der Kartause führt die Via Matteotti zu den Gärten des Augustus, einem schönen terrassierten Park mit üppig wachsenden Bäumen und prächtigen Blumenbeeten. An einen stillen Plätzchenerhebt sich ein Denkmal. Es ist Lenin gewidmet, der während seines Exils als Gast Maxim Gorkis in dessen Inselvilla weilte. Die einen nahezu schwindelerregenden Anblick bietende Via Krupp ist benannt nach dem deutschen Industriellen, der Capri so liebte. Die schmale und extrem steil ansteigende Strasse schlängelt sich über in den Fels gehauene Windungen bis zum Sarazenenturm und weiter nach Marina Picola.
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